Dez 17 2014

100 Tage in Deutschland

Wenn ich mich (bzw. sich diese Website) nicht verrechnet habe/hat, dann bin ich mit dem heutigen Tage exakt seit 100 Tagen wieder in Deutschland. Ich hatte in meinem letzten Artikel ja schon erwähnt, dass meine Zeit in Japan sich leider dem Ende nähern würde und auch ein paar Worte zum wie und warum verloren.

Im Wesentlichen standen wir nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Promotion und der zwar sehr japanischen, aber dennoch feierlichen und schönen Abschlussfeier am 25. Juli (s. Bilder unten) vor der Entscheidung: bleiben wir in Japan, oder gehen wir nach Deutschland? Andere Ziele hatten wir zu dem Zeitpunkt erst einmal ausgeschlossen, weil es sich mit unseren spezialisierten Sprachkenntnissen in Deutsch und Japanisch eben so am ehesten anbietet. Natürlich sprechen wir beide auch Englisch, aber da meine Frau so viel Zeit und Mühe (und Geld…) in’s Deutschlernen investiert hatte, wäre es dämlich, beispielsweise in die USA zu gehen, wo sie all ihr Deutsch und ich all mein Japanisch verlerne…

Die Abschlussfeier selbst bestand übrigens hauptsächlich ausschließlich aus einigen Reden (ein Muss in Japan…) und der seeeehr langwierigen Vergabe der Zeugnisse an die Absolventen. Eigentlich endet das Schul-, also auch das akademische Jahr in Japan im März, der Großteil der Studenten feiert also auch dann ihren Abschluss. Da kann natürlich nicht im Rahmen der Universitäts-weiten Abschlussfeier jedem Absolventen einzeln das Zeugnis in die Hand gedrückt werden. Deswegen gibt es im Frühjahr immer mehrere Feiern (natürlich alle am gleichen Tag!): Eine Universitäts-weite, eine pro Department, und dann noch eine pro Institut. Die meisten Studenten bekommen ihr Zeugnis auf dieser letzten und kleinsten Feier, meist vom Institutsleiter. Auf den beiden anderen Feiern bekommen nur besondere Abgesandte (jap. 代表, だいひょう, daihyō) der Institute und Departments ihre Zeugnisse vom Leiter des Departments bzw. sogar vom Präsidenten der Uni. In meinem Fall, also aufgrund des außerturnusmäßigen Termins, gab es nur zwei Teile: Die meisten Studenten bekamen ihre Zeugnisse vom jeweiligen Leiter des Departments, einige ausgewählte (bzw. nominierte) vom Präsidenten der Uni. Ich hatte, warum auch immer, die Ehre, mein Department zu vertreten, und habe so also meine Doktorurkunde aus den Händen des Präsidenten bekommen – durchaus eine Ehre! Damit nicht genug, wurde mir nach der offiziellen Zeremonie noch im kleinen Rahmen vom Leiter des Departments ein Preis verliehen: “Award for Exceptional Achievements in the Advancement of Spatial Information Science”.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema dieses Artikels: Meine ersten 100 Tage in Deutschland. Ich hatte ja nach meinem Umzug nach Japan ebenfalls ein Resümee der ersten 100 Tage geschrieben, damals sogar in zwei Teilen hier und hier. Ich hatte überlegt, dieses neue Resümee als Liste à la “das war besser in Japan – das ist besser in Deutschland” zu machen, aber irgendwie ist es albern und auch unfair, das so zu vergleichen. Denn das Leben in Japan und in Deutschland unterscheidet sich schon sehr gravierend! Gut, in Japan war ich “nur” Student, hatte also ein recht flexibles Leben und konnte meine Zeit im Wesentlichen selbst gestalten. Hier in Deutschland bin ich jetzt in einem festen Anstellungsverhältnis, zwar mit Gleitzeitregelung, aber dank Kernarbeitszeit von 9 bis 15 Uhr muss ich eben doch jeden Tag um halb acht raus… In Japan habe ich mehr oder weniger alleine vor mich hin gearbeitet, mit freier Zeiteinteilung und Pensums-Gestaltung, hier bin ich in mehrere Teams eingegliedert, muss mich nicht nur an deren Arbeitsrhythmus und -tempo (Meetings im Wochen-, 2-Wochen-, oder Monatsrhythmus) orientieren, sondern auch nach festgeschriebenen Projektplänen arbeiten, Deadlines einhalten und Meilensteine erreichen… In Japan war ich im Wesentlichen mein eigener Chef und nur mir selbst (und meinem Doktorvater und eventuellen Projektleitern) Rechenschaft schuldig, hier bin ich in eine Vielzahl von Hierarchien eingegliedert, sowohl nach oben, als auch nach unten, da ich selbst sowohl Teilprojektleitungsaufgaben übernehme, als auch ein paar Mitarbeiter … nicht unter mir, aber in meinen Diensten. Was ich eigentlich sagen will: Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, meinen Alltag in Japan mit dem hier zu vergleichen.

Es gibt aber natürlich durchaus einiges hier in Deutschland, konkreter in Berlin, was mir nach dreieinhalb Jahren Japan auffällt – sowohl positiv als auch negativ.

Das erste ist vielleicht mal die Sauberkeit. Beziehungsweise hier in Berlin eher deren Abwesenheit, vulgo “der Dreck”. In der Hinsicht ist Berlin vielleicht extrem, aber ich fand es wirklich die ersten Tage und Wochen ein bisschen schwierig, mich damit zu arrangieren. Überall liegt Müll herum, oft auch Glasscherben, es wird dauernd auf den Boden gespuckt, Zigaretten einfach fallen gelassen, und die Gehsteige gleichen Minenfeldern mit ihren Hundehaufen. Dazu kommt dann noch das allgemein ein bisschen schäbig daher kommende Stadtbild, mit verfallenen Häusern, kaputten Gehwegen und so weiter, das bei mir auch bis zum heutigen Tag kein wirkliches Wohlfühl-Gefühl hat aufkommen lassen. Interessanterweise war ich vor kurzem für einen Termin beim Bundesumweltministerium am Potsdamer Platz, und die dortige Architektur (OK, eigentlich nur der Treppenaufgang vom Sperrengeschoss zur Oberfläche) hat mich irgendwie ein bisschen an die recht sterile Optik in Ōtemachi erinnert…

Das zweite, allerdings unmittelbar sowohl mit dem Thema Schmutz als auch mit dem Thema Wohlfühlen verbunden, sind die Leute. In Japan ist es beispielsweise in Zügen extrem still. Man flüstert miteinander, starrt auf sein Smartphone oder die mobile Spielkonsole, oder schläft. (Kleinere Randgruppen schminken oder rasieren sich auch gerne mal…) In Berlin dagegen ist immer was los, alle unterhalten sich lautstark, sei es mit dem Nebenmann oder am Handy. Es wird gemosert, gemeckert, gedrängelt und gequetscht – vor allem beim Ein- und Aussteigen. Ein Verhalten wie in Japan, wo man sich auf dem Bahnhof (zugegeben mehr oder weniger) ordentlich in einer Reihe neben (!) der Tür anstellt, und wer zuerst da war, und also am längsten wartet, zuerst einsteigt und sich einen Platz sucht, ist hier vollkommen undenkbar. Eigentlich schade, denn dieses geordnete Verhalten macht das Bus- und Bahnfahren nicht nur insgesamt angenehmer sondern auch effizienter, weil es an den Haltestellen Zeit spart…

Was ich hier in Deutschland, und auch da nimmt Berlin eine Sonderstellung ein, wiederum sehr angenehm finde, ist der doch recht lockere und ungezwungene Umgang oft wildfremder Menschen miteinander. Sei es auf der Straße, im Treppenhaus, oder sogar bei Behördengängen – es bietet sich eigentlich immer eine Gelegenheit für ein kurzes Schwätzchen. Sowas geht in Japan gar nicht, da hätte ich mir oft ein bisschen weniger Stock im Ar*** und Entspanntheit gewünscht.

Wo wir gerade bei Behördengängen sind: Früher hatte ich ja immer gedacht, die deutsche Bürokratie sei die schlimmste. Bis ich nach Japan kam. Dort ist alles zu Tode organisiert und bürokratisiert – nur leider oft nicht sehr logisch, dafür meistens redundant und, genau: Papier-basiert! So hatte ich also große Erwartungen, als ich nach Berlin kam, und war sehr erfreut, dass man beispielsweise Termine beim Bürgerbüro hier auch online vereinbaren kann. Allerdings war meine Enttäuschung groß, als ich gemerkt habe, dass es darüber Termine nur ca. 6 Wochen im Voraus gibt! Wenn man dann parallel dazu bedenkt, dass eine Anmeldung am neuen Wohnort innerhalb von 2 Wochen erfolgen muss, kommt man schon in Probleme. “Nee, düt is keen Problem! Düt is ja nur ne Ordnungswiedrichkeit, da machen se sich ma keene Sorgen, wa!” wurde mir im Bürgerbüro in breitestem Berlinerisch entgegengequakt als ich mir erlaubte, dort auf diesen Sachverhalt hinzuweisen…

Und überhaupt: Der Berliner Dialekt und auch die typisch schnodderigen Berliner Umgangsformen machen mir (und erst meiner Frau!) zu schaffen. Ich hatte Berlinerisch meiner Frau gegenüber mal als das Deutsche Chinesisch beschrieben, nicht weil es so unverständlich ist, sondern weil es, egal was gesagt wird, immer aggressiv und nach Streit klingt – genau wie (in meinen Ohren) Chinesisch. Nichtsdestotrotz schleichen sich auch bei mir schon erste Berlinerische Töne ein, beispielsweise sage ich inzwischen tatsächlich “Brötchen” zu Semmeln. Noch richtiger wäre hier eigentlich “Schrippe”, aber so weit möchte ich dann noch nicht gehen.

Ich könnte noch viele viele weitere Beispiele anbringen, von relativ flexibel gestaltbaren Mittagspausen und absoluten Freiheiten bei der Urlaubsplanung (beides für meine Frau unvorstellbar!), über die berühmte Berliner S-Bahn, aber vielleicht mache ich daraus irgendwann mal einen zweiten Teil… Viel lieber möchte ich an dieser Stelle kurz noch ein paar Worte dazu verlieren, wie es mit diesem Blog hier weitergehen wird. “Nihon-ni Konni” also “Koni in/nach Japan” stimmt als Motto ja nun nicht mehr so ganz, aber mir ist kein wirklich guter alternativer Name eingefallen, und so belasse ich es bis auf weiteres erstmal dabei. Inhaltlich kann ich derzeit natürlich wenig über die Tücken des Lebens in Japan schreiben, und für ein deutschsprachiges Publikum ist das Leben in Berlin nicht wirklich interessant. Für alle des Japanischen mächtigen Mitlesenden darf ich an dieser Stelle vielleicht Werbung für das Blog meiner Frau hinweisen, die jetzt quasi den Staffelstab übernommen hat, und auf ihrem Blog “Hello Cupcake!” vom Leben in Berlin erzählt. Hier werde ich auf jeden Fall wieder etwas veröffentlichen, wenn wir zu Besuch in Japan sind (was hoffentlich mindestens einmal pro Jahr der Fall sein wird), oder wenn mir sonst irgendetwas einfällt, was hierhin passen könnte. Wir spielen uns auch durchaus mit dem Gedanken, hin und wieder ein Video-Blog zu machen, das werden wir dann wohl auf beiden Plattformen hochladen.

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Sep 01 2014

日本にコンニ Vlog 14: Timelapse Minami-Nagareyama

So langsam wird es ernst… Vielleicht muss ich das erklären, für all die Leser, die mich nicht persönlich kennen.

Im Frühjahr 2011 bin ich nach Japan gekommen, um an der Uni in Tsukuba meinen Doktor zu machen. Das habe ich jetzt auch geschafft, die Abschlussfeier war Ende Juli. Nach der Uni gibt es im wesentlichen zwei Optionen: Weiter wissenschaftlich arbeiten, oder einen Job suchen. Da ich von vornherein vorhatte, länger als nur die (veranschlagten) drei Jahre für das Studium hier in Japan zu bleiben, habe ich mich natürlich nach einem Job vor Ort umgeschaut. Über meine Erlebnisse damit muss ich irgendwann mal noch einen extra Artikel schreiben. Vielleicht mit etwas mehr Abstand, sonst artet das aus… Naja, um es kurz zu machen: Ich habe in Japan keinen Job gefunden. (Ist nicht 100%-ig korrekt, ein Angebot hatte ich.) Stattdessen hat sich in der Zwischenzeit eine sehr interessante Option in Berlin aufgetan! Und die erlaubt es mir sogar, weiterhin wissenschaftlich zu arbeiten!

Und so haben wir uns also entschieden, Japan zu verlassen, um nach Deutschland, genauer eben nach Berlin umzuziehen. Umziehen ist selten lustig, und wenn man nicht nur ein paar Straßen oder Dörfer weiterzieht, sondern um die halbe Welt, dann artet das schnell aus. Auch darüber schreibe ich bald noch einen extra Artikel. Momentan haben wir jedenfalls extrem viel zu tun, und die Tatsache dass ich derzeit so viele Vlogs hochlade, ist dem Umstand geschuldet, dass das meiste davon schon halb fertig auf meiner Festplatte rumlag und ich es jetzt noch vor dem Umzug “loswerden” wollte… (Obwohl die Sendung mit der Maus schon nachgewiesen hat, dass volle Festplatten nicht mehr wiegen als leere…)

Fakt ist jedenfalls, dass wir mehr oder weniger auf gepackten Kisten und Koffern sitzen. Für mich geht’s schon am 8. September los, also genau heute in einer Woche! Und jetzt langsam wird das ganze echt real. Seit gestern sind wir mehr oder weniger schon aus unserer schönen Wohnung raus und vorübergehend bei den Schwiegereltern eingezogen. Und da das mehr oder weniger den Abschied von unserem hochgeschätzten Wohnort Minami-Nagareyama bedeutet, habe ich noch ein kleines Video aus unserem Wohnzimmerfenster gemacht. Auf die Kreuzung, deren Verkehrslärm uns fast jede Nacht genervt hat…

Musik:
“Chibi Ninja” von Erik Skiff unter Creative Commons BY 3.0
“In Progress” von Dyman unter Creative Commons BY NC SA 3.0

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Aug 31 2014

日本にコンニ Vlog 13: Feuerwerk in Nagareyama

Feuerwerk ist so ziemlich das einzig Gute am Sommer in Japan. Der Rest ist Hitze, schwüle Hitze, und extrem schwüle Hitze… Und nervige Zikaden. Extrem laute, nervige Zikaden. Naja, japanisches Feuerwerk entschädigt für einiges. Wir haben großes Glück, dass unsere Gemeinde jedes Jahr mit der Nachbargemeinde zusammen ein Feuerwerksfestival an unserem Fluss macht, das durchaus mit den ganz großen Festivals mithalten kann. Und obwohl wir dieses Jahr dank Umzugs eigentlich überhaupt keine Zeit für derartige Sperenzchen haben, haben wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Bei 10 Minuten Anreise zu Fuß kann man das schon mal machen…

Musik:
“Chibi Ninja” von Erik Skiff unter Creative Commons BY 3.0

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Aug 29 2014

日本にコンニ Vlog 12: Ushiku Daibutsu

Ein kurzes Video-Blog über einen Tagesausflug zum Grossen Buddha von Ushiku im Frühling 2014.

Musik:
“Chibi Ninja” von Erik Skiff unter Creative Commons BY 3.0
“Ume No Kaori” von The Kyoto Connection feat. Sunawai unter Creative Commons BY-SA 3.0

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Jan 15 2014

Japanische Getränke – Teil 13

Ein neues Jahr hat begonnen, und ich bin mir sicher, dass auch 2014 wieder einiges an skurrilem und interessantem im Getränkeregal zu bieten haben wird. Los geht’s aber mit etwas aus dem … Snackregal!

Name
マウンテンデゥー味コーンスナック Mountain Dew flavored corn snack, also Maisflips (wie Erdnussflips in Deutschland) mit dem Geschmack von Mountain Dew, einer Limonade
Hersteller
ジャパンフリトレー Japan Frito Lay (Lay ist ein grosser amerikanischer Hersteller von Kartoffelchips)
Typ
Wie gesagt: Ein Maissnack mit Limonaden-Geschmack
Slogan
口の中でヒンヤリ、シュワシュワ・・・ 不思議な感覚が楽しめます。 – くちのなかでヒンヤリ、シュワシュワ・・・ ふしぎなかんかくがたのしめます。 – Kühl und prickelnd im Mund… Ein unerwartetes Geschmackserlebnis. (Die Dinger prickeln wirklich ein bisschen im Mund…)
Website
Die Teile selbst scheinen keine Website zu haben, aber auf der Website des Herstellers (http://www.fritolay.co.jp/) finden sich noch allerhand andere, seltsame Kreationen.
Geschmack
□□□□□ 0/5 – Ungeniessbar. Wirklich, ich esse und trinke viel, aber das geht gar nicht. Da stimmt einfach nichts! Die Dinger sind innen knusprig, aber die Schicht aussen ist weich und leicht feucht, der Geschmack erinnert an Scheibenputzmittel, und dann dazu das komische Prickeln… Interessanterweise schmecken sie (immer wieder durcheinander) süß und salzig. Aber schlecht schmecken sie durchgehend.
Süße
□□□□□ 0/5 – wie gesagt, stellenweise neutralisiert durch salzige Einflüsse und übertönt durch abscheulichen Geschmack
Überraschungsfaktor
□□□□□ 0/5 – ich hatte hohe Erwartungen, aber das geht gar nicht
Ekelfaktor
■■■■□ 4/5 – sehr hoch – nur nicht 5/5, weil mir nicht wirklich schlecht geworden ist. Aber 99% der Dose fliegen in den Müll (ich habe 3-4 probiert, meine Frau auch einen…)

Preis
¥189 (35g)

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Jan 06 2014

日本にコンニ Vlog 11: Jigokudani

Über Weihnachten und Neujahr habe auch ich mir (wie alle Japaner) ein paar Tage freigenommen. Da ich ausserdem hohen Besuch aus Deutschland hatte, hatte ich mir ein paar besondere Sachen ausgedacht, die unter anderem eine kleine inner-japanische Reise beinhalteten. Einen Ausschnitt davon möchte ich euch in diesem Vlog gerne zeigen.

Hier noch ein paar nützliche Informationen und Links zu dem Video:
Homepage des Parks (auf Englisch und Japanisch): http://www.jigokudani-yaenkoen.co.jp/
Google Maps des Parks: http://bit.ly/jigokudani
Fahrpläne der Nagaden (長野電鉄):
von 長野駅 (Nagano Hbf.) nach 湯田中温泉 (Yudanaka Onsen)
und zurück von 湯田中温泉 (Yudanaka Onsen) nach 長野駅 (Nagano Hbf.)
Fahrpreis dieser Verbindung: ¥1.130 + ¥100 Expresszuschlag (one-way)
Fahrplan des Busses zwischen 湯田中温泉 (Yudanaka Onsen) und 上林温泉 (Kanbayashi Onsen)
Fahrpreis dieser Verbindung: ¥280 (one-way)
Der Fußweg ab der Bushaltestelle 上林温泉 (Kanbayashi Onsen) ist sehr gut ausgeschildert aber nicht geräumt oder gestreut. Gutes (winterliches) Schuhwerk und/oder Spikes sind sehr anzuraten!
Der Eintritt in den Park selbst kostet ¥500.
Und hier nochmal der Link zur Live-Kamera: http://www.jigokudani-yaenkoen.co.jp/livecam/monkey/index.htm

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Dez 07 2013

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Okt 31 2013

myNichi / マイ日 :: ブルーズ・ブラザー – Blues Brother


myNichi / マイ日 :: ブルーズ・ブラザー - Blues Brother

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Okt 13 2013

日本にコンニ Vlog 10: Jetzt ist sie weg…

Keine Angst – in diesem Vlog geht es nicht um familiäre Probleme!

Hier noch die angesprochenen Links aus dem Video:
Englisch-sprachige Helpline der JR East: http://www.jreast.co.jp/e/customer_support/infoline.html
Mein Blog über die Beantragung eines japanischen Führerscheins

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Sep 09 2013

日本にコンニ Vlog 9: Atami Feuerwerks-Festival

Wer mich kennt weiss, dass ich Feuerwerk liebe. Und da bin ich in Japan natürlich ganz gut aufgehoben… Feuerwerk gibt es hier aber traditionell nicht an Neujahr (wie in Deutschland), sondern im Sommer. Streng genommen sind die Feuerwerke hier in Japan das einzig Gute am Sommer! Jede Stadt, ja jeder Stadtteil lässt es sich nicht nehmen, einmal im Jahr einen auf dicke Hose zu machen, und ein Feuerwerks-Festival zu veranstalten. Das ist natürlich insofern super, als Leute wie ich dadurch mehrmals in den Genuss kommen können.

Dieses Jahr war (bin!) ich zwar leider sehr beschäftigt (Zielgrade der Dissertation…), aber ich habe es mir selbstverständlich nicht nehmen lassen, doch das eine oder andere Feuerwerk mitzunehmen. Insgesamt komme ich auf drei: Senju (ein Stadtteil im Norden Tokios), Nagareyama & Misato (quasi mein “Heimspiel”) und eben Atami. Das berühmteste und größte (lies: überlaufenste) ist nach wie vor das am Sumida-gawa in Tokio, aber das habe ich mir dieses Jahr zum Glück gespart: Wie Bloggerkollege Tabibito hier so schön schildert, wurde selbiges dieses Jahr nämlich wegen extrem starken Regens mittendrin abgerochen.

Regen hatten wir dank eines herannahenden Taifuns in Atami zwar auch nicht zu knapp (daher die Schirme im Video), aber da das Feuerwerk in Atami mit ca. 30 Minuten recht kurz ist (für japanische Verhältnisse) wurde das knallhart (pun intended) durchgezogen.

Ich muss mich für die schlechte Qualität und das Gewackel (speziell am Schluss) entschuldigen. Ich hatte diesmal nur mein kleines iPhone dabei, und habe mich auch erst recht spät entschieden, überhaupt zu filmen. Dann noch abzüglich der Phasen, wo ich aufgrund des starken Regens mein Telefon lieber wieder eingepackt habe, ist nicht viel Brauchbares übrig geblieben…

Interessant finde ich aber die unterschiedlichen Arten von Feuerwerk, die es hier in Japan gibt. Die großen Festivals legen wert auf möglichst viele Explosionen – mit deren Anzahl wird auch auf immer ganz groß geworben. Daran gemessen ist Atami eher ein kleines Feuerwerk. Das Tolle hier ist aber, dass es über dem Hafen von Atami gezündet wird. Das macht es möglich, die Explosionen erstens relativ niedrig und zweitens relativ nahe an den Zuschauern zu halten. Das, zusammen mit dem Echo, das die Topographie Atamis am Hang erzeugt, sorgt für ein unglaublich intensives akustisches Erlebnis. Mittendrin statt nur dabei! Es kann aufgrund der Nähe auch eine optische Täuschung sein, aber die Explosionen hier kamen mir doch größer (und die Detonationen entsprechend lauter) vor, als ich das bisher erlebt habe. Zum Beispiel bei 1:50 – man hört auch die Reaktion des Publikums.

In Atami gibt es übrigens nicht nur dieses eine Feuerwerks-Festival, sondern mehrere vom Frühjahr bis in den Herbst. Dieses war allerdings das größte für dieses Jahr. Hier eine Aufnahme, natürlich nicht von mir, die in wesentlich besserer visueller und akustischer Qualität einen Eindruck gibt – allerdings von einem der früheren, kleineren Atami-Feuerwerke dieses Jahr:

Und weil’s so schön war, hier noch ein Ausschnitt von “unserem” Feuerwerk, der ganz gut die angesprochene niedrige Höhe des Feuerwerks (und die dadurch entstehende Spiegelung auf dem Meer) zeigt – natürlich auch wieder nicht von mir:

Ein Feuerwerks-Highlight erwartet mich dieses Jahr übrigens noch: Das 土浦全国花火競技大会 (つちうらぜんこくはなびきょうぎたいかい, Tsuchiura zenkoku hanabi kyōgi taikai). Das ist ein Feuerwerkswettbewerb, bei dem Firmen aus ganz Japan gegeneinander antreten. Ich hoffe, das Wetter spielt mit am 5. Oktober!

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