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Jan 25 2012

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Von einem der auszog, in Japan Auto fahren zu dürfen

Man kann ja über die deutsche Bürokratie sagen, was man will, aber in der japanischen Bürokratie hat sie definitiv ihren Meister gefunden. Aber langsam, der Reihe nach.

Meine bevorzugten Fortbewegungsmittel hier in Japan sind bisher Bus & Bahn, sowie mein quietschgelbes Fahrrad und natürlich meine treuen Füße. Nun bin ich, was Autos angeht, nicht unbedingt der typische Deutsche – für mich steht da hauptsächlich die Nützlichkeit als Fortbewegungs- und Transportmittel im Vordergrund. Eben diese auto-mobile Nützlichkeit macht auch an den japanischen Grenzen nicht Halt, und so entstand das Begehren, auch hier eine Fahrerlaubnis zu bekommen.

Selbstverständlich gilt der deutsche beziehungsweise EU-Führerschein hier nicht, überraschenderweise gilt aber ebensowenig der Internationale Führerschein! Das ist laut dieser Übersicht des ADAC und dieser Liste auf der Website des Toyota-Autoverleihs sonst wohl nur in China so.

Also muss ein japanischer Führerschein her! Und wie bekommt man den? Das Internet weiß es: Man muss zwar keine Theorie- und Fahrstunden nehmen, aber sowohl einen schriftlichen Theorietest als auch einen praktischen Fahrtest machen. Der Theorietest ist wohl halbwegs machbar, zur Fahrprüfung allerdings kursieren die wildesten Geschichten – einfach mal googlen. Naja, ich hatte mich schon mehr oder weniger damit abgefunden, diesen Test machen zu müssen, und zwar (diesen Schluss lassen die besagten Erfahrungsberichte zu) mehr als einmal. Offensichtlich gibt es dafür zwei Gründe: Erstens (aber das ist wohl eher ein Gerücht) wollen die Behörden damit den ihnen durch die nicht notwendigen Fahrstunden entgangenen Umsatz wieder reinholen (das könnte nur dann stimmen, wenn die Fahrschulen alle kommunal oder staatlich wären), zweitens weil japanische Fahrprüfer lächerliche unfassbare Anforderungen stellen – auch hier verweise ich auf die Weiten des Internet für Details…

Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als ich Ende vergangenen Jahres auf dem 3. Boggergipfel in Tokio von Mitgefangenen anderen Deutschen (präzise Lucie und Coolio) erfahren habe, dass die Tests für deutsche Staatsbürger nicht notwendig sind, sondern der Führerschein nur auf ein japanisches Dokument umgeschrieben wird. Party!

Es ist Freitag, 30. Dezember des ausgehenden Jahres 2011, relativ warm, sonnig. Entgegen allen zu erwartenden Umständen hat die Deutsche Botschaft Tokio auch an diesem Tag geöffnet, wie telefonisch versprochen wurde. Da sich außer uns an einem solchen Tag sonst niemand in die Botschaft verirrt, geht die Beauftragung der offiziell beglaubigten Übersetzung meines EU-Führerscheins binnen Minuten von statten. Dann die nächste große Überraschung: Ja, man könne mir das resultierende Dokument auch per Post zuschicken. Das trifft sich gut, denn die dafür zu berappenden 300 Yen liegen weit unter dem, was mich die Hin- und Rückfahrt von meinem Dorf bis 広尾 (ひろお, Hiroo), wo die Botschaft ist, kosten würde. Mitte Januar trudelte dann auch tatsächlich der Umschlag von der Botschaft ein.

Vorspulen bis heute. Sonnig aber ar***kalt, zudem noch Schneefelder und Eisplatten des gestrigen Wintereinbruchs allenorten. Ich habe mir den Tag „freigenommen“, um endlich meinen japanischen Führerschein machen zu lassen. „Frei“ heißt für mich Studenten, dass ich meinen Laptop und meine Unterlagen mit nach Hause genommen habe, um dort zu arbeiten, wenn ich vom Rathaus zurück bin. So weit der Plan.

Auf das für mich zuständige Rathaus hatte mich die Botschaft verwiesen, die würden sich um die Umschreibung meiner Fahrerlaubnis kümmern. Also habe ich mich durch entsprechende Kleidung gegen den drohenden Gefrierbrand gewappnet, mich auf mein quietschgelbes Fahrrad geschwungen und auf den Weg zum Rathaus gemacht. Dort kam recht schnell die ernüchternde Einsicht: Hier bist du falsch! Die Mitarbeiterinnen (erst eine, dann zwei, am Ende deren fünf) haben sich allerdings rührend um mich gekümmert und mindestens 17-mal gefragt, ob ich denn wirklich den Führerschein meine, oder vielleicht doch die Aufenthaltserlaubnis? Um die könnten sie sich nämlich kümmern! Ich meinte aber tatsächlich den Führerschein – mir war somit nicht zu helfen. Immerhin konnten sie mir aber sagen wo ich stattdessen hin müsste: Zum 免許センター, めんきょせんたあ, menkyo-sentā), auf gut Deutsch „Führerscheinstelle“. Klingt logisch, macht Sinn. Stellt sich also die Frage, wieso mich die Botschaft zum Rathaus schickt, wenn es in Japan auch dedizierte Führerscheinstellen gibt?! Nun gut, immerhin wurde ich von den netten Damen noch mit einer (typisch japanischen, also unleserlichen und unbrauchbaren) Karte versorgt, und kannte damit mein Ziel. Also wieder auf’s Fahrrad geschwungen und die nicht gerade kurze Strecke zur Führerscheinstelle bewältigt. Trotz winterlicher Temperaturen rinnt der Schweiß.

Dann, Ankunft bei der Behörde. Kurz Luft holen beim Betrachten der analog-dynamischen Unfallstatistik. Die Stimmung ist gut, denn hier bin ich richtig. Denke ich. Dachte ich! Denn schon kurz nach dem Betreten des Gebäudes wurde ich von einer außerordentlich (sogar für japanische Verhältnisse) hilfsbereiten Mitarbeiterin aufgeklärt, dass in der Führerscheinstelle zwar so ziemlich alles gemacht wird, was mit Führerscheinen zu tun hat, allerdings keine Umschreibung von ausländischen Führerscheinen – übrigens ein Vorgang der hier 外国免許切り替 (えがいこくめんきょきりかえ, gaikoku menkyo kiri-kae, Ausland-Führerschein-Umschreibung) heißt. Die Stimmung schlägt um in Genervtsein (gibt es das Wort?). Aber natürlich nur innerlich, nach außen bleibe ich ruhig und höflich, schließlich kann die Arme ja nichts dafür. Meine bis dahin starken Sympathien für das Kaffeekränzchen aus dem Rathaus schwinden dagegen rapide. Schließlich hatte ich mehrfach explizit gefragt 「あそこで絶対外国免許切り替えできますか?」- „Kann ich dort ganz sicher meinen ausländischen Führerschein umschreiben lassen?“ Ich hatte in der Vergangenheit nämlich schon öfters derartige Probleme mit Auskünften von Bürokraten gehabt. Nachfragen löst dieses Problem aber wohl auch nicht… Ach ja, falls eine der betreffenden Damen hier mitliest (obwohl ich ihnen mehrfach erklärt hatte, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs sei, rätselten und diskutierten sie eine Weile, ob man den dort mit dem Bus hinkäme): Ja, kommt man. Es gibt eine entsprechende Bushaltestelle. Und zwar direkt vor dem Gebäude. Wie die heißt? „Führerscheinstelle“… Klar, die Damen müssen nicht alles wissen, aber ein Basisverständnis darüber, welche Behörde in unserer halbwegs kleinen Gemeinde sich um was kümmert, wo sie ist und wie man dort im Zweifelsfall hinkommt, könnte nicht schaden. Na, aber lieber zugeben, dass man etwas nicht weiß (s. Busverbindung) als falsche, auf Halbwissen basierende Aussagen treffen.

Nun war also der halbe Vormittag rum, ich war genervt, durchgeschwitzt, und immer noch Führerschein-los. Immerhin hatte ich meinen Körper (durch’s Radfahren), meine Japanisch-Konversationsfähigkeiten und mein 我慢 (がまん, gaman, Ausdauer, s. eine Erklärung in einem älteren Artikel) trainiert. Als nächstes sollte es zur Führerscheinstelle der Präfektur Chiba gehen. Die liegt außerhalb des per Fahrrad erreichbaren Radius, ich war also auf die Bahn angewiesen. Eine Rückfrage bezüglich der Öffnungszeiten der besagten präfekturalen Führerscheinstelle ergab Erstaunliches: morgens 8:30 bis 9 Uhr und nachmittags 13 bis 13:30 Uhr! Kein Witz! Da diese Fahrt eine Investition nicht nur in meine Zeit sondern auch Geld (Zugticket!) bedeutete, wollte ich diesmal auf Nummer Sicher gehen, und vorher nachfragen. Um auf Nummer Total Sicher zu gehen, und möglichen sprachlich bedingten Missverständnissen von vornherein vorzubeugen, habe ich für diese Auskunft muttersprachliche Hilfe in Anspruch genommen. Ergebnis: Der Ort stimmt diesmal, und die Liste der mitzubringenden Dokumente ist tatsächlich vollständig (das Gegenteil ist bei japanischen Behördeninfos keine Seltenheit). Also auf nach 海浜幕張 (かいひんまくはり, Kaihin-Makuhari), etwa eine knappe Stunde mit dem Zug (inkl. Umsteigen). Ein kurzer Blick in die Fahrplanauskunft auf dem iPhone ergibt, dass ich es in dem knappen, mir zur Verfügung stehenden Zeitfenster von 30 Minuten schaffen kann. Aber es wird knapp.

Es hat allerdings geklappt. Immerhin ist in Japan auf den öffentlichen Nahverkehr Verlass! Um 13:16 Uhr habe ich also das Gebäude betreten, nach kurzer Orientierungsphase um 13:18 dann mit einem Mitarbeiter gesprochen, ihm meine Dokumente gegeben und … war tatsächlich am Ziel!

Mooooment, nicht so schnell! Von da an lief der Behördenapparat ja erstmal an. Ich muss aber zugeben, dass er sehr rund lief. Zwar hochkomplex, aber ein Zahnrad hat super ins nächste gegriffen. Und da waren viele Zahnräder involviert!

  • Zunächst habe ich also meinen EU-Führerschein, die Übersetung der Botschaft, meinen Reisepass und meine 外国人登録証明書 (がいこくじんとうろくしょうめいしょ, gaikoku-jin tōroku shōmeisho, Aufenthaltserlaubnis oder „alien registration card“) an einen Mitarbeiter übergeben.
  • Nach etwa 20 Minuten wurde ich dann von einer anderen Mitarbeiterin an den Schalter gerufen, die mich bat, drei A4-Dokumente auszufüllen. Da wurde neben den üblichen persönlichen Daten auch nach ein paar juristischen und medizinischen Zuständen gefragt, die das Führen eines Fahrzeugs gefährden könnten.
  • Mit dem Hauptformular musste ich dann zur Kassiererin, die mir Wertmarken für 4.500 Yen (also heute €45,60) verkauft hat. Diese (die Wertmarken, nicht die Kassiererin) dann auf das Formular geklebt und zurück auf Los zum Schalter von vorher.
  • Weitere zehn Minuten später wurde mir dann das weiter bearbeitete Hauptformular ausgehändigt und es ging zum Sehtest. An dieser Stelle ein Hinweis für alle, die diesen Prozess auch einmal mitmachen wollen: Bis hierher geht es (jedenfalls was die Formulare angeht) auch ohne Japanisch, aber spätestens beim Sehtest sind mindestens folgende Vokabeln nötig: 左 (ひだり, hidari, links), 右 (みぎ, migi, rechts), 上 (うえ, ue, oben), 下 (した, shita, unten), 赤い (あかい, akai, rot) und 青い (あおい, aoi, blau). Der Test selbst ist das bekannte Spiel mit dem Kreis, der irgendwo (eben links, rechts, oben oder unten) offen ist, gefolgt von dem Test auf Rot-GrünBlau-Blindheit. Ja, in Japan sind Ampeln nicht grün sondern blau. Zwar nicht farblich, aber sprachlich. Egal…
  • Nach dem Sehtest ging es in eine weitere Wartehalle, in der nochmals die auf dem mittlerweile hinlänglich bekannten Hauptformular eingetragenen Daten überprüft werden. Größtes Problem hierbei war für mich, mit der Mitarbeiterin auszuklambüsern, wie man denn nun meinen dank dreier Vornamen (lt. Ausweis!) recht langen Namen in dem recht beschränkten Platz auf dem Führerschein unterbringen könnte. Mein Vorschlag, ihn auf meinen Haupt-Vornamen und den Nachnamen zu beschränken, hat ihr gut gefallen, so haben wir uns darauf geeinigt. Ich nehme die Pointe der Geschichte vorweg: Im Endeffekt steht nun doch mein Nachname, gefolgt vom Haupt-Nachnamen und einem Fragment des folgenden Vornamens auf der Karte. Na, mir soll’s recht sein. Es darf allerdings über die Zweckmäßigkeit der zuvor ausführlich geführten Unterhaltung zu diesem Thema gerätselt werden…
  • Dann, wieder warten. Nach neuerlich 15 Minuten wurde mein Name ausgerufen (naja, ich war am Schalter bevor die Ärmste mit dem ausländischen Zungenbrecher durch war), und ich durfte ein weiteres Zimmer weiter. Fototermin! Hätte ich das gewusst, hätte ich mich vielleicht noch rasiert. Aber da eines der unbedingt mitzubringenden Dokumente ein Passfoto (3cm * 2,4cm) war… Das klebt jetzt übrigens auf dem (na?) Hauptformular in irgendeinem Aktenschrank in 海浜幕張.
  • Fast geschafft! Jetzt nochmal warten – diesmal habe ich nicht auf die Uhr geschaut. Dann kam ein netter Beamter, der mir halbwegs ausführlich erklärte, das dass jetzt mein Führerschein ist, dass ich ihn immer dabei haben muss, wenn ich Auto fahre und so weiter. Achso, und er hat mir tatsächlich endlich meinen japanischen Führerschein ausgehändigt!

Und das ist er:

Zwei Schönheitsfehler hat er allerdings (abgesehen von meiner Hackfresse):

  1. Da wäre dieser grüne Streifen. Da ich meine alten Reisepässe seit Erhalt meines Führerscheins leider nicht hier in Japan habe, konnte ich den japanischen Behörden leider nicht beweisen, dass ich seit Erhalt das Land nicht länger als 90 Tage verlassen hatte. Mit dem Ergebnis, dass ich leider erstmal nur einen „Fahranfänger-Führerschein“ bekommen kann. Ich muss also in einem Jahr wieder zur Führerscheinstelle der Präfektur (diesmal direkt…) um dort meinen endgültigen Führerschein zu bekommen. Bis dahin muss ich auch auf jedes Auto, das ich fahre, das 初心者マーク (しょしんしゃまあく, shoshinsha māku) pappen (ist magnetisch), ein Symbol das mich sofort als Fahranfänger brandmarkt. Gut, ich habe zwar schon einige europäische Kilometer und sogar ein paar amerikanische Meilen auf dem Buckel, aber in Japan (Linksverkehr!) bin ich streng genommen in der Tat Fahranfänger.
  2. Da ich meinen deutschen Führerschein noch vor Einführung des EU-Führerscheins gemacht habe, darf ich in Deutschland bis auf 22-Tonner so ziemlich alles Fahren. In Japan leider nur normale Autos – ich muss mich noch kundig machen, was das genau bedeutet. Aber das sollte auch erstmal ausreichen…

Und jetzt werde ich mir zur Belohnung für die heute bestandenen Prüfungen ein Feierabendbier genehmigen. Oder zwei. Oder drei. Don’t drink and drive!

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7 Kommentare

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  1. weltentdeckerfrosch

    Oh man du armer!!!

    Aber ich muss sagen, dass du noch mal Glück gehabt hast.
    In meinem Fall in Saitama MUSSTE ich Vormittags dort sein für die erste Hälfte der Prozedur. Mittags wird der Laden für 2 Stunden geschlossen und dann ging erst die zweite Hälfte los. Das hat insgesamt also 6 Stunden gedauert..

    Aber es ist in der Tat eine Rennerei. Ich hab zum Glück schon den Lappen mit dem blauen Streifen und darf auch große Motorräder fahren – da fallen allen Japanern immer die Augen aus dem Kopf. (Die meisten dürfen nur kleine Fahren)

    PS: Mach doch mal ein Foto von deinem quietschegelben Drahtesel mit Instagram 🙂

    1. Konni

      Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass das in Chiba genauso ist. Glücklicherweise habe ich gleich in der Nachmittags-Session angefangen, damit lief der Prozess ohne Pause in einem durch.

      Motorrad darf ich in Deutschland auch nicht fahren – den Schein habe ich nie gemacht…

      Foto kommt, wenn ich es nach der gestrigen Schneematsch-Schlammschlacht wieder schön rausgeputzt habe – vielleicht im Frühjahr… Einen „Vorgeschmack“ gibt es auf in einem älteren Artikel: http://blog.nihonnikonni.com/2011/05/24/picknick%c2%b2/

  2. Konni

    [UPDATE]

    Leider habe ich die Sache mit dem grünen Streifen auf dem Führerschein gestern teilweise falsch verstanden. Es hat tatsächlich etwas damit zu tun, dass der Führerschein neu ist, aber nicht mit der Tatsache, dass ich in Japan als Fahranfänger gelte.

    Aber was verbirgt sich denn nun dahinter?

    Hier gibt es neben einem Punktesystem für Regelverstöße (wie in Deutschland) noch eine Art Statussystem. Man startet also mit dem grünen Status (so wie ich jetzt). Dieser „grüne“ Führerschein ist gültig bis einen Monat nach dem dritten Geburtstag nach Ausstellung. Verstanden? Vielleicht wird es klar mit einem konkreten Rechenbeispiel: Mein Führerschein wurde ausgestellt am 25. Januar 2012. Mein Geburtstag ist der (vormerken!) 28. November. Am 28. November 2015 feiere ich also das dritte Mal Geburtstag mit einem japanischen Führerschein in der Tasche. Einen Monat später, also am 28. Dezember 2015 verliert dieser Führerschein dann seine Gültigkeit. Das ist auch das Datum, das auf dem grünen Streifen steht.

    Sollte ich bis dahin meine Fahrerlaubnis nicht verloren haben (beispielsweise weil ich zu viele Punkte gesammelt habe…), dann wird mein nächster Führerschein automatisch ein blauer. Dieser ist dann für weitere zwei Jahre gültig (nach der selben komplizierten Geburtstags-Regel). Danach gibt es dann den goldenen Führerschein.

    Erinnert mich ein bisschen an ein Vielfliegersystem, ist aber tatsächlich so. Soll vermutlich ein weiterer Anreiz sein, sicher zu fahren, um möglichst schnell den prestigeträchtigen Gold-Status erreichen zu können. Es gibt übrigens noch einen todsicheren Weg dort hin (pssst): Nach Erhalt des Führerscheins einfach nicht mehr Auto fahren!

  3. coolio

    Naja, ging ja doch alles einigermassen fluessig ab bei dir. Ich musste, weil ich partout nicht auf 400cc beschraenkt werden wollte, den offenen Motorradfuehrerschein mit einer Fahrpruefung abschliesen. Und das, obwohl ich in Deutschland schon 20 Jahre lang unlimitierte Maschinen gefahren bin. Naja, nuetzt ja alles nix. Die Pruefung auf dem Motorradpruefgelaende in Fuchu war dann auch ………. nicht schoen. Ich verstand nicht was die von mir wollen, die verstanden nicht was ich wollte, ein Rezept fuer Desaster. Erst war ich zu schnell, dann zu langsam, dann habe ich nicht theatralisch genug ueber die Schulter geschaut, usw. Kurzum, nach 5 Anlaeufen hatten die ansonsten recht geduldigen Polizisten die Faxen dicke, oder ich hab es tatsaechlich geschafft, eine fehlerlose Runde hinzulegen (Glaube kann Berge versetzen….). Knapp 2 Monate spaeter wurde die Regelung mit der Beschraenkung aufgehoben und man kann jetzt auch unlimitierte Motorradscheine direkt umschreiben lassen. War ja klar……

    1. Konni

      Klingt anstrengend! Ein Glück, dass ich „nur“ Auto fahre…

      1. coolio

        Btw, was ist eigentlich aus deiner Suche nach ordentlicher Beschallung geworden?
        Wuerde mich echt brennend interessieren, was du dir im Endeffekt zugelegt hast.
        Ich bin wieder nah dran, mir einen Shure 5XX zu kaufen.
        Den werde ich aber dann an meiner Jacke festtackern!

        1. Konni

          Hmm, die wurde leider aus finanziellen Gründen abgesagt… Jetzt müssen die alten Apple In-Ears eben herhalten, bis sie sich komplett auflösen.

  1. 日本にコンニ Vlog 10: Jetzt ist sie weg… » 日本にコンニブログ

    […] Hier noch die angesprochenen Links aus dem Video: Englisch-sprachige Helpline der JR East: http://www.jreast.co.jp/e/customer_support/infoline.html Mein Blog über die Beantragung eines japanischen Führerscheins […]

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